Unser erster Urlaub im Falter

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PotterFan
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Unser erster Urlaub im Falter

Beitrag von PotterFan » 02.01.2020 21:54

Es ist zwar nun schon einige Monate her, dennoch wollte ich euch gern noch von unserer ersten Urlaubserfahrung im Faltcaravan berichten. Ihr hattet mir damals gute Tipps (zu Modellfragen) gegeben und allein schon das Lesen der vielen Beiträge hier hat mir sehr geholfen. So wusste ich, worauf wir beim Kauf achten müssen und konnte auch schon die Modellwahl eingrenzen.

Wir (2 Erw., 3 Kids) sind ja in 2019 vom (recht großen doppelachsigen) Wohnwagen auf einen Faltcaravan umgestiegen. Entschieden haben wir uns für einen 7 Jahre alten SK 15 Admiral. Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl, dass das genau das richtige Gefährt für unsere Urlaube sein wird- waren natürlich trotzdem „aufgeregt“, ob das denn alles so wird wie wir uns das vorgestellt haben und dann auch wirklich für uns alle passt.

Zum Glück haben wir es am Wochenende vor dem Sommerurlaub geschafft, ihn noch einmal im Garten meiner Eltern zur Probe aufzubauen- das war Gold wert. Unseren 2,5-wöchigen Urlaub haben wir dann in der Lüneburger Heide verbracht. Der Zugwagen und der Falter waren RAPPELVOLL mit unserem Gedöns…Faltschränke, Faltküche, Porta Porti, Schlafsäcke, Kissen, Fahrräder, Roller, Campinggeschirr, Wäsche…ihr kennt das ja. Mit einem kleineren Pkw/Kofferraum wäre das für uns nicht machbar- ok, das Gepäck lässt sich natürlich immer noch reduzieren, aber Frau will ja auf alles vorbereitet sein. :D
Zum Glück haben wir den T5 mit eingewickelter dritter Sitzreihe!!!

Unsere (Erst-)Erfahrungen im Falti kurz zusammengefasst:

Aufbau/Abbau: Das dauert natürlich länger als im Wohnwagen. Der Falti muss erst einmal selbst aufgebaut werden (Hauptwagen, Vorzelt und am Folgetag das Sonnensegel). Die diversen Faltschränke wollen auch alle aufgebaut und eingeräumt werden. Aber das gehört ab sofort halt dazu und wenn man es schafft das Ganze nicht zu gestresst anzugehen, passt das schon.

Platzverhältnisse: Für uns 5 wirklich ausreichend. Der Küchenerker ist super, das hätten wir vorher gar nicht so eingeschätzt, aber der bringt einen enormen Platzgewinn. So konnten wir sogar eine kleine Ecke mit einem Bettlaken abhängen, dahinter war dann das Porta Porti.

Schlafen: Wir haben alle sehr gut geschlafen, den Lattenrosten und Matratzen sei Dank. Für mich war auch ein gaaaanz warmer, dicker Schlafsack wichtig- ich bin eine kleine Frostbeule. Unser großer Sohn hat im Unterzelt unter der Schlafkabine geschlafen- ihm hat sein eigenes Reich gut gefallen.

Heizen: Nach längerer Recherche in den Foren haben wir uns aufgrund der vielen positiven Meinungen für einen ecomat als Heizquelle entschieden. Wir haben ihn auch einige Male gebraucht, da es nachts hin und wieder nur knapp 10 Grad hatte und auch tagsüber bei gelegentlichem Dauerregen und frischen Temperaturen wirklich angenehm war ihn einzuschalten. Wir sind sehr zufrieden mit dem Gerät und haben mit entsprechender Kleidung und guten Schlafsäcken nicht gefroren.

Schlechtwettertage/-phasen: Wir waren natürlich heilfroh, als wir beim ersten dolleren Regenschauer gemerkt haben, dass das Zelt tatsächlich dicht ist und alles trocken bleibt von oben. Da das Vorzelt echt riesig ist (ca. 16qm) , haben wir die Regenzeiten gut mit Spielen und Büchern überbrücken können ohne uns ständig auf die Füße zu treten. Die letzten beiden Tage waren dann zum Glück trocken, sodass wir den Falti auch trocken einklappen konnten.
Vor dem nächsten Sommerurlaub wollen wir uns noch irgendetwas für das Sonnensegel einfallen lassen. Das ist seitlich offen (keine Seitenteile dabei) und wir hatten die Küche dort stehen, da hat sich immer ordentlich Regenwasser in der Küche gesammelt. Da fällt uns aber sicher noch eine Lösung ein.

Heißes Wetter: Es gab gerade zu Beginn des Urlaubs einige sehr warme Tage. Auch die ließen sich gut aushalten. Abends ist es zügig wieder kühler geworden im Zelt und in den Schlafkabinen und tagsüber waren wir sehr froh, dass dieses Faltimodell die Möglichkeit des Querlüftens zulässt, da man hier im Vorzelt die Seitenwand öffnen kann.

Unser Fazit: Wir hatten einen tollen ersten Urlaub im Falti und sind nun erst recht überzeugt, dass diese Urlaubsart und konkret dieses Modell für uns genau das Richtige ist. Glücklicherweise haben wir uns nach langer Internetrecherche zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Modelle für das für uns genau passende Modell entschieden- den Foren sei Dank!!! :dhoch:
Wir hatten das perfekte Zeltfeeling mit gutem Schlafkomfort und ausreichend Platz für uns alle. Wir sind alle 5 total happy und hoffen nun nur noch, dass wir nie im Starkregen auf- oder abbauen müssen…das wären sicherlich ein Momente, in denen wir uns den Wohnwagen zumindest kurz zurückwünschen würden.
Die von uns im Vorfeld durchdachten Vorteile des Falters im Vergleich zum Wohnwagen (riesiges Platzangebot, viel einfacheres "Lagern" zwischen den Urlauben, einfacheres Fahren/Rangieren, durch mich ohne zusätzlichem Führerschein fahrbar, weniger Technik die kaputt gehen kann und die wir eigtl. gar nicht brauchen, summa sumarum wesentlich geringere Anschaffungs- und laufende Kosten...).
So können wir nun die nächsten Jahre als 5 köpfige Familie auch in der Hauptsaison schöne 2 bis 3 wöchige Familienurlaube auf tollen Campingplätzen zum überschaubaren Preis machen.

Für die Saison 2020 haben wir neben dem großen Sommerurlaub auch noch ein verlängertes Wochenende bei Campingfreunden geplant und hoffen darüber hinaus noch das ein oder andere Wochenende im Falter verbringen zu können. Für solche Kurztrips haben wir uns vorgenommen nur den Hauptwagen aufzubauen und auf das Vorzelt und das Sonnensegel zu verzichten. Stattdessen soll ein Coleman Event Shelter als schnell aufgebauter Schattenspender und zum Regenschutz eingesetzt werden.

Bis dahin genießen wir die Vorfreude und schwelgen in Erinnerungen.

Diana

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Re: Unser erster Urlaub im Falter

Beitrag von KSF » 02.01.2020 22:42

PotterFan hat geschrieben:
02.01.2020 21:54
Wir sind alle 5 total happy und hoffen nun nur noch, dass wir nie im Starkregen auf- oder abbauen müssen…das wären sicherlich ein Momente, in denen wir uns den Wohnwagen zumindest kurz zurückwünschen würden.
Hallo Diana,
danke für euren Bericht, schön daß es euch gefallen hat.
Nun, selbst mit Wohnwagen ist bei Starkregen nicht schön, die Kurbelstützen einzuschrauben und anzuhängen.
Aber man sollte da abwarten oder wenn man sieht, daß da ein Gewitter kommt, vorher abbauen. Selbst bei Regen, einfach abbauen, und zuhause dann wiederaufbauen, daß alles wieder trocken wird. Alles schon mitgemacht und ist nur die Frage, wie man damit umgeht. Auf keinen Fall, wenn man naß abbaut, warten bis es wieder warm und trocken wird, besser im nassen Wiederaufbauen und warten, bis alles trocken ist.
:klapp:
mfg Klaus :klapper:

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Re: Unser erster Urlaub im Falter

Beitrag von PotterFan » 03.01.2020 10:53

Hi Klaus,

danke für eine Tipps. Das stimmt, abbauen bei Regen macht wahrscheinlich nie Spaß. Relaxt bleiben hilft schon mal immer, man kann es ja dann eh nicht mehr ändern. Wir werden das zwangsläufig irgendwann auch erleben und dann wird es schon klappen.

VG Diana

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Re: Unser erster Urlaub im Falter

Beitrag von Neandertaler » 06.01.2020 08:35

KSF hat geschrieben:
02.01.2020 22:42

Selbst bei Regen, einfach abbauen, und zuhause dann wiederaufbauen, daß alles wieder trocken wird.
Tja, wenn man die Möglichkeit dazu hat ist das ja ganz nett - wir haben aber keinerlei Gelegenheit dazu. Garten ist nicht erreichbar, Vorgarten viel zu klein.
Da bliebe als Möglichkeit (wir haben es zum Glück noch nicht machen müssen) Sonntags eine Überdachung Supermarkt / Baumarkt aufzusuchen, aufbauen und von innen heizen was das Zeug hält und dann nach 2h wieder alles einsammeln.
Also für uns ein echtes Manko - weswegen wir aber das Falten nicht aufgeben werden :winkend:

Viele Grüße
Stefan
Im Leben ist man mal der Stein und mal die Scheibe. Als Papa bist du aber immer Carglass.

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Re: Unser erster Urlaub im Falter

Beitrag von PotterFan » 06.01.2020 20:30

Hi Stefan,

das schaut bei uns ähnlich auf. Der eigene Garten ist zu klein- einzig das Vorzelt könnten wir unter der Terrassenüberdachung irgendwie aufhängen.
Zur Not hätten wir allerdings ein paar Freunde, auf deren Grundstück wir den Hauptwagen aufklappen und stehen lassen könnten. Trotzdem werden wir versuchen das zu vermeiden, und zur Not auch einen (vll. sogar zwei) Tag früher abreisen wenn der Wetterbericht eindeutig Regenwetter voraus sagen würde.

Wir lassen es auf uns zukommen, vielleicht haben wir ja Glück :sun4:

Grüße Diana

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