Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Hier können Reiseberichte über schöne Reisen, gerne bebildert, gepostet werden.
Benutzeravatar
TommiB
Forums-SupporterIn 2019
Forums-SupporterIn 2019
Beiträge: 38
Registriert: 16.09.2017 21:29
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Citroen Berlingo
Camper/Falter/Zelt: Trigano Galleon/Lagun
Wohnort: Karlsruhe

Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von TommiB » 03.07.2019 22:22

Hallo, liebe Faltergemeinde,
nachdem wir in den Pfingstferien zum ersten Mal mit unserem Falti weg waren, den wir nach ausgiebiger Beratung durch diverse Forumsmitglieder gekauft haben, will ich euch heute gerne über unseren ersten Urlaub berichten. Die Überschrift sagt ja schon einiges aus, aber jetzt gerne genauer:
1. Vorbereitung
Wir hatten beruflich bedingt leider in den Wochen vor der großen Fahrt weniger Zeit als geplant. Ärgerlich, denn an sich steht der Falti ja bereits seit Oktober ‚18 in unserer Garage. Nun, es war, wie es war. Deshalb konnten wir nicht mehr den besorgten Deichselkasten montieren, die Gasanlage hatte ich nicht nach meinen Vorstellungen mit ausreichend langem Schlauch versorgt, Zusatzpolster für die Betten waren nicht besorgt,… Schlicht, wir sind ein bisschen in unseren ersten Urlaub reingestolpert. Aber egal, der Campingplatz war gebucht, wir waren urlaubsreif, alo dann halt los und improvisieren!
2. Fahrt
Bisher hatte ich ja erst ein mal einen Falter geliehen und dann keine lange Anfahrt zum Campingplatz. Mannomann, 600 km bei 80 km/h (weil Überholverbot für Hänger), das zieht sich ganz schön. Dann bei der ersten Rast der Hammer: Nicht mal nach dem TÜV hatte ich geschaut, 2 Monate drüber. Mist. Smartphone raus, in 400m Luftlinie sitzt der TÜV Rheinland. Nächste Ausfahrt raus, am Ende halt doch 20 Minuten Anfahrt, aber hey, der Hof ist fast leer, wir kommen nach nur 10 min. dran und sind eine knappe Stunde später wieder auf dem Weg Richtung Zeeland, jetzt mit TÜV-geprüftem Falti. :-) Der Rest der Anfahrt verläuft dann, abgesehen von einer Vollsperrung kurz vor dem Ziel, ohne Probleme, aber weiterhin gefühlt langsam. Mit Umweg wegen TÜV und Vollsperrung kommen wir am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz an.
3. Aufbau
Der Aufbau läuft erstaunlich gut. Wir hatten daheim nochmal kurz zur Probe aufgeklappt. Aber vor Ort klappt alles einwandfrei und mit Abspannen und Vorzelt steht alles in unter einer Stunde! Wir sind begeistert, müde und froh, denn für den Abend ist Regen angesagt. Den haben wir durch das zügige Aufbauen verhindert. Noch schnell an den Strand und dann zum Fritten essen, und allen geht es bestens.
4. Die erste Nacht
Wir wussten, die Matratzen sind nicht unbedingt Luxusklasse. Deshalb hätten sie bei mir (nicht ganz leicht) durch eine zusätzliche Matte unterstützt werden sollen (siehe oben). Das musste wie geschrieben ausfallen. Und dennoch: wir schlafen alles super. Nur warm ist’s halt leider nicht. 12 Grad. Nicht alle in der Familie mögen das… :?
5. Der erste Tag vor Ort
Wir feiern den Geburtstag meiner Frau bei Dauerregen und weiterhin 12 Grad. Dennoch geht es allen weiterhin gut. Unser Trigano Lagun/Galleon GL hat die richtige Größe für uns vier. Wir können uns die Zeit trotz Regens gut vertreiben, alle Plünnen sind trocken und recht gut verstaut in Kisten, und dennoch können wir uns weiterhin noch im Innenraum bewegen.
Was weniger schön ist: der Wetterbericht trübt sich auch für die beiden folgenden Tage ein. Die Stimmung fällt und gleicht sich den Temperaturen an, eher kühl…
6. Es geht so weiter
Der nächste Tag bringt keine Besserung. Die Wetter-App sagt für Tag 3 kurzzeitig Besserung voraus, danach wieder Regen und knapp zweistellige Temperaturen. Ich selbst mag es kühler, aber damit bin ich in der Familie isoliert. In Nacht 2, das Zelt weiter trocken, aber wegen unserer nassen Kleider etc. ist’s dann halt doch insgesamt ziemlich feucht und weiterhin kalt, schaue ich, ob der Campingplatz ein Häuschen für uns frei hat. Ich will nicht, dass wir eine Woche lang darauf hoffen, dass es am jeweils nächsten Tag besseres Wetter gibt.
7. Der Umzug
Ja, ein „Chalet“ ist frei. Die Teile sind erst wenige Monate vorher aufgestellt worden, und nach kurzer Besprechung mit der Rezeption, wo man uns preislich ein tolles Angebot macht, ziehen wir um. Das fühlt sich für mich einerseits wie eine Niederlage an, aber ich will, dass meine Lieben den Urlaub genießen können. Und zugegeben, das Chalet ist schön. Als wir dann später auch noch Glück haben und eine 4-stündige Regenpause dazu nutzen können, zu warten, dass der Falti trocken ist – dank Wind geht das fix – und wir ihn ebenso fix abbauen, geht es allen gut. Der Falti kommt auf unseren Parkplatz vor das Haus, damit er nicht geklaut wird, das Auto vor den Campingplatz. Aber das macht uns nichts aus.
8. Der Campingplatz Julianahoeve in Renesse
Wir genießen unseren Resturlaub auf Julianahoeve. Tolles Management (siehe Umzug), alle MitarbeiterInnen sind freundlich und wirken, als würden sie ihren Job gerne machen; die Freizeiteinrichtungen sind klasse, insbesondere das Schwimmbad für die Kinder; der Strand sehr nah und nicht allzu voll; Sanitär und Einkaufsladen sind vorbildlich. Schlicht, ich war noch nie auf einem besseren Campingplatz. (Ok, ich war bisher auch nur auf vielleicht 20 Plätzen ingesamt, in versch. Behausungen).
9. Die weiteren Tage
Nun, man kann es sich ja denken. Am Tag nach unserem Umzug ins Chalet wird das Wetter besser: weniger Regen und wärmer. Aber hej, wir verbringen noch 6 tolle Tage inklusive Baden im Meer (jedenfalls 50% von uns). Herrlich!
10. Die Heimfahrt
Wir haben aus der Hinfahrt gelernt. Wir brechen abends auf, die Autobahn ist leer und wir dürfen nach 21 Uhr auch überholen. Ca. 600 km in 6 Stunden, ich bin zufrieden.
11. Und jetzt?
Uns stellt sich die Frage: wie geht’s weiter? Schon vor Ort waren wir uns sicher: Campingplatz, das finden wir klasse. Kannten wir ja auch schon. Das wollen wir auch wieder. Morgens zur Toilette und später zum Brötchenholen schlappen, viele grüßen, Kleiderstil leger ;-), Kinder lernen Spielgefährten kennen, ach, ich könnte noch tausend Dinge schreiben.
Wir überlegen hin und her: doch ein Wohnwagen? Dafür war meine Frau ursprünglich, wegen der Wetterfestigkeit. Vielleicht hat sie ja doch Recht? Drei Wochen später planen wir, es weiter mit dem Falti zu versuchen. Jetzt will’s speziell Sabrina wissen: „Wir haben uns dafür entschieden, und die Vorteile liegen weiterhin auf der Hand!“ Da hat sie wieder Recht: angenehmer zu ziehen; besser unterzustellen; vor Ort geräumiger als ein Wagen, den ich ziehen kann; gerningere Kosten; frische Luft... Denn es bleibt dabei, geschlafen haben wir in unserem Falti die zwei Nächte super.
Also, für die Zukunft gilt es zu optimieren: alles, was wir sowieso schon geplant hatten, umsetzen, damit wir einen weiteren Komfortgewinn haben. Und dann vor allem: besser vorbereitet packen. Denn letztlich ist es ganz einfach: wir (bzw. die anderen drei) hatten schlicht nicht genug warme Kleider dabei. Das allein hätte es für die drei erträglicher gemacht, die Temperaturen auszuhalten. Deshalb: nächstes Jahr geht’s wieder mit dem Falti auf längere Tour, in diesem Jahr vielleicht noch 3 oder 4 Tage. Sommerurlaub war schon vor der Anschaffung im letzten Jahr gebucht.
Was mir aber auch für die Zukunft Sorgen macht: was machen wir eigentlich, wenn wir am Anreisetag einen Dauerregentag erwischen?
Nun, das ist alles ein bisschen lang geworden. Sorry for that.
12. Fazit:
der Anfang ist gemacht. Falterurlaub wollen wir wieder machen, wenn auch noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Das Modell, das wir erstanden haben, passt wunderbar zu unserer Situation. DANKE an alle, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Wir freuen uns schon auf 2020 und dann auf hoffentlich gutes Wetter!
:cool2:
Zuletzt: julianahoeve.nl ist eine Wucht. Für Familien mit jüngeren Kindern (bis ca. 12 Jahre) kann ich diesen Platz wärmstens empfehlen!

Benutzeravatar
Munatacker
Forums-SupporterIn 2018
Forums-SupporterIn 2018
Beiträge: 462
Registriert: 27.10.2013 15:24
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: VW Multivan T5 2004
Camper/Falter/Zelt: Camp-Let Safir Bj.1988
Wohnort: Everswinkel / Münsterland
Kontaktdaten:

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Munatacker » 03.07.2019 23:16

Auch wir waren ab Pfingsten 2 Wochen in Deutschland auf 4 Campingplätzen in Urlaub.
Hatten da eigentlich immer gutes Wetter ( Tagsüber warm und trocken )
Einzig hatten wir 2 Abende ein Unwetter mit Sturm, Regen und Gewitter.
Nach dem Unwetter weiß ich aber nun das unser 31 Jahre alter SAFIR und das Vorzelt
noch dicht sind.
Wir buchen eigentlich keine Campingplätze im Vorraus so das wir flexibel sind was das Wetter betrifft.
Letzten Herbst haben wir 3 Tage vor dem Urlaub geschaut wo es am wärmsten ist.
Da es grade in Luxemburg das beste Wetter ging es dann dahin. CP rausgesucht,
hingefahren, angeschaut und waren enttäuscht von dem Platz. Also weiter zum
Nächsten und der hat uns auf anhieb gefallen. Haben da eine tolle Woche Urlaub verbracht.
die 2 Urlaubswoche war dann Frankreich angesagt.

Diesen Sommer steht nun die Ostsee auf dem Plan bei uns. Da meine Frau am liebsten am
Wasser stehen möchte, nun am letzten Sonntag einige Plätze angeschrieben ob noch in der
1 Reihe was frei ist und gestern hab ich dann noch 1 Woche auf 2 Plätzen in der 1 Reihe
buchen können.
Dann mal schauen wie es wird so mit im Vorraus buchen und dem Wetter.

Ein Kleiner Heizlüfter ( oder andere Heizung) den man bei Regen / Schlechten Wetter
laufenlassen kann hilft unheimlich und es fühlt sich nicht alles so klamm an.


mfg. Jörg

Neandertaler
Erfahrener Camper
Erfahrener Camper
Beiträge: 498
Registriert: 06.09.2017 09:13
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Nissan Quashqai, Ford Ranger
Camper/Falter/Zelt: Trigano Zambesi 2015er
Wohnort: NRW Rheinland, Neandertal

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Neandertaler » 04.07.2019 08:26

Na, mal ehrlich: die Probleme die du hattest sind entweder selbst verschuldet (TÜV) oder wären von vornherein klar gewesen (Zelt nass einbauen) bzw. da kann keiner was für (schlechtes Wetter). Insofern sehe ich deinen/euren Start als mal gar nicht soooo unglücklich. Und ja, auch bei uns haben wir nach dem ersten mal reichlich Verbesserungspotenzial entdeckt. Jetzt, wo wir insgesamt 6x damit unterwegs waren finden wir, dass es die richtige Form des Campings für uns ist. Man kann immer noch was besser machen, ist aber alles "nice to have" und kein muss. Daher mein Appell: noch ein paar mal "durchhalten" und du wirst sehen, es wird von mal zu mal besser.
Viele Grüße
Stefan
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und damit weiß ich mehr als einer, der nicht weiß was er weiß.

Susanne
Echter Camper
Echter Camper
Beiträge: 79
Registriert: 17.06.2005 18:30
Land: Deutschland BW
Zugfahrzeug: keine Angabe
Camper/Falter/Zelt: ehemals Heinemann 1992 / Wowa Wilk S4
Wohnort: südwestlich von Stuttgart

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Susanne » 04.07.2019 08:48

alles in allem doch ein relativ gelungener Falterstart :zwinker: , warum fahrt ihr nicht einfach mal noch über ein Wochenende ins Elsass, wenn ihr seht, dass das Wetter passt ?
grüßle susanne (ehemals Heinemann nun Wowa Wilk S4)

Benutzeravatar
tkruemel
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 41
Registriert: 14.12.2018 14:48
Land: Hessen
Zugfahrzeug: Seat Alhambra TSI
Camper/Falter/Zelt: Jack Wolfskin Travel Lodge RT, Racket Safari aus 2011
Wohnort: Wetterau

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von tkruemel » 04.07.2019 09:44

Ich kann euren Falti Start gut verstehen.
Unsere erste Fahrt, an einen nahegelegenden CP, verlief ähnlich. Das Wetter hatte alles zu bieten was man sich vorstellen konnte, mal abgesehen von Hagel und Blitzen. Selbst die starken Winböhen, zugegeben dass wir alle die Vorzeltstangen festgehalten haben/mussten weil wir in der kürze der Zeit und zumal wir unerfahren waren, dass Sonnensegel nicht abgebaut und nicht alle Sturmgurte befestigt hatten. Das passiert uns nicht wieder!! Selbst bei Sonnenschein
Was uns bei kalten Temperaturen geholfen hatte, haben immerhin noch 2 Kleinkinder mit 2 und 4 Jahren dabei, war ein kleiner Keramikheizlüfter. Damit konnten wir das große Vorzelt des Cherkoky doch auf angenehme Wohlfühltemnperaturen bekommen, vorrausgesetzt es ist Strom ca 6A dafür da.
Auch haben wir festgestellt das wir aud Kisten/Taschen nicht ungebingt leben wollen und haben uns dafür bei IKEA "aufhängbar Kleiderschränke" geleistet. Die werden wir in 3 Wochen für 3 Wochentesten.
Auch wenn wir zu 6 Unterwegs waren (meine Frau und ich, sowie die Kinder 2, 4 und 2 mal 14) war unsere Cheroky völlig ausreichend. Zudem hatten wir noch 3 Fahrräder dabei die auf der Galerie befestigt waren plus 1 Lauflernrad im Kofferraum.
Das alles hat unseren Kids zu gut gefallen dass wir das kurzerhand uns einen CP in der Nähe des Legoland Deutschlang gesucht haben um nach unserem Sommertrip ins Südsee Camp, Freitags nach Hause kommen und kurzerhand Montags bis Freitag wieder unterwegs sein werden. Heißt fast 4 Wochen am Stück mit dem Falti unterwegs.

Ich mache wir weniger Gedanken bei leichen Regen das Zelt aufzubauen, bei startem Regen würde ich zur Not auch die erste Nacht im Auto verbingen, als bei Regen und zwangsgebunden das Zelt abbauen zu müssen. Aber zum Glück müssten wir beides noch nicht.

Viele Grüße
Thorsten

Benutzeravatar
Niels$
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3366
Registriert: 09.08.2007 22:41
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Ford S-Max 2019
Camper/Falter/Zelt: derzeit völlig faltenfrei ;-)
Wohnort: Heikendorf

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Niels$ » 04.07.2019 17:51

Eine Heizung für einen Regentag und zum Trocknen klammer Klamotten hat schon was. Wir haben da eine einfache Gasheizung mit Flamm- & CO2-Überwachung (Gewächshausheizung). Die macht das Vorzelt auch bei einstelligen Temperaturen angenehm warm, nur müssen die Kids aufpassen, dass sie Abstand halten. Aber wie oft wir die transportiert haben, ohne sie zu benutzen möchte ich auch nicht näher beleuchten 8)

Niels
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

AquiVar
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 33
Registriert: 11.09.2018 07:34
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: T4/Fabia.Combi
Camper/Falter/Zelt: Trigano Navajo 2018/2019 - Modell
Wohnort: milder Süd-Westen

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von AquiVar » 06.07.2019 13:21

Da häng ich mich doch glatt mal drann.
Wir haben ebenfalls unseren ersten Falter-Urlaub hinter uns.
Da ich Allergiker bin muss ich zwingend ans Meer, wenn ich mich erholen will (was ich muss). Da hab ich einfach nix. Muss keine Medi's nehmen.

Zudem suchten wir uns mit Aquitanien eine relativ warme bis sehr warme Gegend aus, wo's allerdings auf Grund von Atlantiknähe auch mal für 1-2 Tage ordentlich wettertechnisch krachen kann.

Frankreich hat den Vorteil, dass man theoretisch 130km/h fahren kann. Real pendelte sich das nach Tacho auf 111km/h für sicheres, ruhiges fahren ein.
Wenn möglich wählen wir als Reisetage Samstage und Sonntage. Unserer Erfahrung nach ist das entspannter als unter der Woche. Besonders die LKW-freien Sonntage.

Auch wir hatten extreme Hektik mit knappen Zeitfenstern vor dem Urlaub, was ein unentspanntes Packen und Vorbereiten bedeutete. Das haben wir sonst nie. Aber ausgerechnet dieses Jahr. Und da der Falter neu ist, mussten wir auch jedes Stück Ladung wiegen um das Gesamtgewicht ermitteln zu können. Dies führte zu dem Umstand, dass wir fertig gepackt hatten und eigentlich sehr zufrieden waren, dann aber fest stellten, dass die Stützlast auf die Anhängerkupplung zwar gesetzeskonform war aber für ein stabiles, sicheres und ruhiges Fahren nicht wirklich zu empfehlen war. Dank dieses Forums und noch ein paar anderer Google-Treffer haben wir unsere vorderen 2 freien Fächer genutzt um Mineralwasser und heimisches Bier mit uns zu schleppen. ;-)
Hier ist also noch unser größtes Optimierungspotenzial neben dem vertiefen des gemeinsamen Auf- und Abbaus.

Zum Thema Auf- und Abbau:
Aufbau haben wir trotz 12h Fahrt noch gemacht. Allerdings nach dem "Stück für Stück zum Glück"-Prinzip.
Das Wetter war gut/stabil. So haben wir einfach aufgeklappt, das Vorzelt eingezogen und alles nur mit den nötigsten Heringen befestigt. Kein Zeltboden sondern einfach ne Bodenplane rein, welche den größten Teil aber nicht alles abgedeckt hat.
Erst innerhalb der nächsten 2 Tage haben wir verfeinert. Als sich schlechtes Wetter ankündigte haben wir weitere Abspannungsmaßnahmen ergriffen. Wir hatten dann mal 1 Tag lang Dauerregen (stetig aber nicht über heftig). Es reicht aber zu wissen, dass alles dicht ist.
Einen Boden haben wir aber den ganzen Urlaub nicht eingezogen. Soweit so entspannt.

Wegen dem Wissen um die Feuchtigkeit, planen wir unseren Urlaub so, dass wir möglichst flexibel sind. Ergo wird nicht gebucht und die Heimfahrt kann um ein paar Tage verschoben werden um auf Wetter besser eingehen zu können.

Tja und dann hats uns auch ein bisschen erwischt.
2 Tage 40 Grad und am Abbautag dann Wolken und hohe Luftfeuchtigkeit. Und immer wenn alles irgendwie grad mal trocken war, hats kurz genießelt und wieder feucht gemacht.
Das führte zu einem äußerst unentspannten 5h langen Abbau der einfach auf die Nerven ging. Denn nach Wettervorhersage wäre das Wetter die nächsten Tage auch nicht besser geworden. Also haben wir (teil)feucht eingepackt und zu Hause bei 37 Grad halt getrocknet. Rückreise an einem Sonntag war uns dann für über 1000km (an einem Tag) doch wichtig.

Ging gut. Allerdings können meine Frau und ich nachvollziehen, warum manche Leute auch nicht mehr wollen und wieder verkaufen.
Wir haben für uns entschieden, uns nicht verrückt zu machen und einfach weiter zu optimieren. Z. B. brauchen wir zu zweit nicht unbedingt ein Vorzelt, sodass wir uns künftig vermutlich aufs Sonnensegel beschränken. Und wir sind uns auch bewusst, dass wenn der Falter mal packtechnisch durch optimiert ist, künftige Urlaube im Voraus auch deutlich entspannter werden. Und der Abbau bleibt nun mal eine wackelige Geschichte. Das wussten wir aber und wir haben uns trotzdem dafür entschieden.

Davon abgesehen hatten wir mit dem Falter sehr viel Freude. Wir haben den Komfort genossen auch einfach mal ins Auto steigen zu können und sich Land und Leute anzuschauen, was mit dem vormals praktizierten Bus-Camping für uns viel zu umständlich war (weil man für jede Fahrt den Bus wieder von Bett und Heimstatt in ein Fahrzeug umbauen musste).

Neandertaler
Erfahrener Camper
Erfahrener Camper
Beiträge: 498
Registriert: 06.09.2017 09:13
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Nissan Quashqai, Ford Ranger
Camper/Falter/Zelt: Trigano Zambesi 2015er
Wohnort: NRW Rheinland, Neandertal

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Neandertaler » 08.07.2019 08:15

Ja, das Wetter. Das ist wohl der größte Schwachpunkt an den Faltis. Aber trösten wir uns mal mit der Tatsache: wenn es trocken ist, ist es mit großem Abstand eine der besten Campingarten. Bestes Raumklima, richtige Betten und (bei den meisten Modellen) ein mehr als üppiges Raumangebot. Der Auf- und Abbau hat für mich schon Erholungscharakter, hat was von Pfadfinderzeiten. Ich gebe unseren jedenfalls nicht wieder her :dhoch:

VG
Stefan
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und damit weiß ich mehr als einer, der nicht weiß was er weiß.

Benutzeravatar
TommiB
Forums-SupporterIn 2019
Forums-SupporterIn 2019
Beiträge: 38
Registriert: 16.09.2017 21:29
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Citroen Berlingo
Camper/Falter/Zelt: Trigano Galleon/Lagun
Wohnort: Karlsruhe

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von TommiB » 10.07.2019 22:24

Neandertaler hat geschrieben:
04.07.2019 08:26
Na, mal ehrlich: die Probleme die du hattest sind entweder selbst verschuldet (TÜV) oder wären von vornherein klar gewesen (Zelt nass einbauen)...
Absolut! Wenn mein Bericht nach "Beschwerde" geklungen haben sollte, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Vielmehr war das auch sowas wie eine Art Selbstreflexion: war es die richtige Entscheidung, einen Falter zu kaufen? (JA!) Was haben wir falsch gemacht? (Einiges.) Was wird immer schwierig bleiben? (Abbau bei schlechtem Wetter; recht kurzes Bett)
Danke allen für die Hinweise und Vorschläge. Den Heizlüfter, den Niels vorschlägt, hatten wir sogar schon dabei. Klar, er macht warm, solange er läuft, aber anschließend ist's doch recht schnell weg. Grundproblem bleibt wahrscheinlich dieses Temperaturthema: mir ist's im Süden zu heiß, dem Rest im Norden zu kalt. Wir werden wohl an den Bodensee fahren müssen, da kann's sowohl heiß als auch kalt sein...

Ein Kurztrip ist im Sommer durchaus noch geplant. Allerdings kann ich wahrscheinlich gar nicht mit, sondern fahre nur zum Aufbau mit und muss dann zurück an den Schreibtisch. Aber meine Frau ist fest entschlossen, nochmal ein paar Tage mit den Kids im Falter zu verbringen. Gggfs. kommen noch Freunde mit.

Schöne Grüße!
Thomas

Neandertaler
Erfahrener Camper
Erfahrener Camper
Beiträge: 498
Registriert: 06.09.2017 09:13
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Nissan Quashqai, Ford Ranger
Camper/Falter/Zelt: Trigano Zambesi 2015er
Wohnort: NRW Rheinland, Neandertal

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Neandertaler » 10.07.2019 22:51

Nein nein, das klang überhaupt nicht nach Beschwerde. Kam genauso an wie du es auch meintest. Wir haben doch recht ähnliche Fehler gemacht, da spielte dann die Selbsterkenntnis mit. Ok, TÜV war jetzt kein Thema, aber dennoch lief das erste mal eher suboptimal. Vor allem das einpacken. Meist muss der Platz bis 11:00 geräumt sein, da ist der Morgentau noch nicht ganz weg. Daher versuchen wir jetzt immer zumindest 1/2 Tag zu verlängern. In den NL haben wir dafür sogar noch nie was extra gezahlt. Man sollte das halt nur rechtzeitig ankündigen (auch das mussten wir "lernen" :klapp: ).
Dennoch: auch wir stehen zu unserer Entscheidung: das war goldrichtig mit dem Falti!
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und damit weiß ich mehr als einer, der nicht weiß was er weiß.

Benutzeravatar
Niels$
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3366
Registriert: 09.08.2007 22:41
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Ford S-Max 2019
Camper/Falter/Zelt: derzeit völlig faltenfrei ;-)
Wohnort: Heikendorf

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Niels$ » 11.07.2019 07:29

TommiB hat geschrieben:
10.07.2019 22:24
Den Heizlüfter, den Niels vorschlägt, hatten wir sogar schon dabei.
Nein, wir haben keinen Heizlüfter, sondern eine ‚richtige‘ Heizung. Gas oder Petroleum heizen einem viel besser ein als es mit dem begrenzten Stromangebot aus der CP-Steckdose geht.
Dazu gibt es hier auch viele Beiträge zum Nachlesen.

Niels
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Benutzeravatar
TommiB
Forums-SupporterIn 2019
Forums-SupporterIn 2019
Beiträge: 38
Registriert: 16.09.2017 21:29
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Citroen Berlingo
Camper/Falter/Zelt: Trigano Galleon/Lagun
Wohnort: Karlsruhe

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von TommiB » 11.07.2019 23:22

Niels$ hat geschrieben:
11.07.2019 07:29
TommiB hat geschrieben:
10.07.2019 22:24
Den Heizlüfter, den Niels vorschlägt, hatten wir sogar schon dabei.
Nein, wir haben keinen Heizlüfter, sondern eine ‚richtige‘ Heizung. Gas oder Petroleum heizen einem viel besser ein als es mit dem begrenzten Stromangebot aus der CP-Steckdose geht.
Dazu gibt es hier auch viele Beiträge zum Nachlesen.

Niels
Sorry, da war ich ungenau mit der Begrifflichkeit. Heizlüfter stand dann wohl in einem anderen Beitrag.
Über die verschiedenen Möglichkeiten des Heizens hatte ich mich informiert, aber gehofft, dass der unkomplizierte Elektro-Heizer ausreichen würde. Das war in diesem Fall leider nicht so. Kann gut sein, dass wir jetzt nach einer Lösung mit Petroleum
Ausschau halten. Das ist halt leider, wenn man Gerät und Flaschen unterbringen muss, irgendwann auch eine Frage des zu Verfügung stehenden Packvolumens...

Neandertaler
Erfahrener Camper
Erfahrener Camper
Beiträge: 498
Registriert: 06.09.2017 09:13
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Nissan Quashqai, Ford Ranger
Camper/Falter/Zelt: Trigano Zambesi 2015er
Wohnort: NRW Rheinland, Neandertal

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von Neandertaler » 12.07.2019 08:36

Du darfst bis zu 4m hoch packen :hurra:
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und damit weiß ich mehr als einer, der nicht weiß was er weiß.

Benutzeravatar
LiMaMa
Erfahrener Camper
Erfahrener Camper
Beiträge: 290
Registriert: 30.01.2018 21:06
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: Lucy, der Bulli mit Sternchen: Mercedes V-Klasse 2016
Camper/Falter/Zelt: Käpten Nemo: Holtkamper Kyte XL
Wohnort: Ba.-Wü.

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von LiMaMa » 12.07.2019 10:26

Wir haben den teuren Ecomat ... bei uns war er immer ausreichend, obwohl ja auch Heizlüfter ... und wir hatten es schon mal kühl und ich bin eine Frostbeule ... allerdings in Kombination mit warmer Kleidung und ordentlichen Schlafsäcken (in welche ich mich am Abend auch gerne mal einwickle, während wir ein Gläschen Wein trinken und was spielen oder lesen.
Alles mit Flamme war mir mit meiner Rasselbande zu riskant (die Kinder sind aber wirklich noch sehr klein und sehr quierlig).
Liebe Grüße von Nina

Benutzeravatar
sweetchuck
Interessierter Camper
Interessierter Camper
Beiträge: 30
Registriert: 22.07.2017 14:10
Land: Deutschland
Zugfahrzeug: VW Tiguan 2,0 TDI (170PS) 4 Motion Track&Style 2012
Camper/Falter/Zelt: Combi Camp Speed Oldtimer 1979
Wohnort: Finnentrop / Sauerland NRW

Re: Zum ersten Mal mit Falti weg: es ist noch Luft nach oben ;-)

Beitrag von sweetchuck » 12.07.2019 14:33

Hallo,
ähnliche Erlebnisse hatte ich auch auf meiner ersten Tour mit meinem immerhin 40! Jahre alten CombiCamp. Zum Testen sollte es nicht so weit gehen, also ging es vom 26.06.-01.07. 120 km weiter ins Münsterland und dort habe ich einen supertollen Campingplatz "Campingpark Heidewald" in Sassenberg angetroffen. Man bedenke, in der Zeit war es echt heiß.
Der CC und das Vorzelt waren schnell aufgebaut, alles tutti.
Meine Bedenken waren zuerst dass man bei der Hitze nicht darin schlafen kann aber ich muss sagen, es war top. Durch die geöffneten Fenster (nur mit Insektenschutz zu) und den Zeltstoff ging gut die Luft, es war sehr angenehm. Im Gegenzug waren die Nächte Freitag und Samstag recht kühl. Da habe ich mit einem kleinen elektrischen Frostwächter etwas beigeheizt, damit war es super.
Sonntags kamen Unwetterwarnung und Sturm, also das Sturmband über´s Vorzelt gespannt und das Ganze stand wie ne Eins. Zudem eine große Plane für alle Fälle bereit gelegt, die ich aber mangels Regen doch nicht brauchte.
Alles in Allem sehr gelungen, Ende August geht der kleine CombiCamp wieder mit auf Reise. Entweder wieder auf den gleichen Platz oder aber an die Nordsee. Mal sehen.

Ach ja, Wasser. Da ich im Vorfeld nicht wusste ob das alte Zelt überhaupt noch dicht ist habe ich ein paar Tage vor Abreise den Wohnwagen mit reichlich Wasser aus dem Schlauch benetzt (ich habe die Brause auf Regendusche gestellt). Zu 95% blieb alles trocken, Bettbereich etc. zu 100%. In dem "Vorraum", also da wo der deckel den Boden mimt, kamen an einer Naht en paar Tröpfchen durch. Ich habe die Stelle mit Kerzenwachs abgerieben und siehe da, dicht.
Ich bin begeistert was so ein altes Zelt / ein alter Wohnwagen noch zu leisten vermag.
Einziges Problem, beim Relaxen im Vorzelt (ich hatte Schatten gesucht) habe ich einen Sonnenbrand bekommen. Ich weiß nun dass dieser alte Stoff keinen UV Schutz bietet :lol: Aber das war ja eigeltich klar. Da überlege ich mir gerade ob ich mir einen UV-Schutz - Stoff besorge, ein Sonnensegel oder sowas, und das einfach unter dem Dach des Vorzelt über das Gestänge spanne. Dann habe ich Ruhe.
Schönen Gruß aus dem Sauerland
Thomas

Antworten

Zurück zu „Reiseberichte“